SLA-BB Böschenstein, Bernhard: Archiv Bernhard Böschenstein, 1860 (ca.)-2017 (Bestand)

Archive plan context


Identifikation

Signatur:SLA-BB
Titel:Böschenstein, Bernhard: Archiv Bernhard Böschenstein
Entstehungszeitraum:approx. 1860 - 2017
Bemerkung zum Entstehungszeitraum:Eckdaten der Dokumente
Sprache:Deutsch
Französisch
Umfang (Beschreibung):178 Archivschachteln
Umfang (Laufmeter):34.00

Kontext

Bestandsgeschichte:Schenkung von Bernhard Böschenstein, 2018
Biografische Angaben:Der Literaturwissenschaftler Bernhard Böschenstein (2.8.1931-18.1.2019) gehörte zu den führenden Germanisten seiner Generation. Für seine Forschungen zur Lyrik von Hölderlin bis Celan und für seine Vermittlung zwischen französisch- und deutschsprachiger Dichtung fand er hohe Anerkennung.
Böschenstein wurde in Bern geboren und verbrachte seine Kindheit in Berlin und Paris, wo sein Vater, der Schweizer Journalist Hermann Böschenstein (1905–1997), als politischer Korrespondent arbeitete. Bernhard Böschenstein studierte ab 1950 Germanistik, französische und griechische Literatur in Paris, Köln und Zürich. 1958 promovierte er bei Emil Staiger mit einer Dissertation über Hölderlins Rheinhymne. Von 1958 bis 1964 war er Assistent bei Walther Killy an der Freien Universität Berlin und in Göttingen. 1964 war er Gastwissenschaftler und Lehrbeauftragter an der Harvard University. Ab 1964 lehrte er als ausserordentlicher, ab 1965 als ordentlicher Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte in Genf. Ab 1994 las er zugleich in Vergleichender Literaturwissenschaft. 1998 wurde er emeritiert. Böschenstein war von 1967 bis 2004 Mitherausgeber des Hölderlin-Jahrbuchs. Er nahm Gastprofessuren an den Universitäten Lausanne, Basel, Zürich, Fribourg, Cornell, Princeton, Heidelberg, Pisa und an der ETH Zürich wahr. Er war Mitglied zahlreicher internationaler gelehrter und literarischer Gesellschaften, unter anderem der Academia Europaea in London. 1975 wurde ihm die Goethe-Medaille des Goethe-Instituts verliehen.
Böschenstein war verheiratet mit der aus dem Rheinland stammenden Literaturwissenschaftlerin Renate Böschenstein-Schäfer (1933–2003), die sich insbesondere einen Namen als Fontane-Spezialistin und Mythenforscherin in der deutschsprachigen Literatur machte.
Art des Erwerbs:Schenkung
Erwerbsdatum:2018

Inhalt und innere Ordnung

Art des Bestands:Archiv
Inhalt / Kurzbeschreibung:Das Archiv von Bernhard Böschenstein umfasst die Manuskripte und Drucke seiner reichen Vortragstätigkeit,seiner Vorlesungen und Buchpublikationen.
Weiter ist eine äussert rege und breitgefächerte Gelehrten-Korrespondenz vorhanden, die nicht nur Kolleginnen und Kollegen von Walter Killy, Emil Staiger über Beda Allemann und Peter Szondi bis zu Jean Bollack, Manfred Frank, Jean Starobinski und Peter von Matt umfasst, sondern auch Philosophen wie Rudolf Pannwitz und Martin Heidegger und viele Autoren von Paul Celan über Gustave Roud und Philippe Jaccottet bis zu Friedrich Dürrenmatt und Adolf Muschg.
Der Bestand enthält weiter ausgewählte Lebensdokumente, Unterlagen zu seiner Universitätskarriere und der langjährigen Tätigkeit in literarischen und literatururwissenschaftlichen Vereinigungen wie der Genfer Gesellschaft für deutsche Kunst und Literatur (darin die Korrespondenz mit geladenen Autoren und Autorinnen von Ilse Aichinger bis Albert Vigoleis Thelen) sowie der Friedrich Hölderlin-Gesellschaft. Zum Bestand gehört schliesslich eine Auswahl von Widmungsexemplaren aus Bernhard Böschensteins Gelehrtenbibliothek.

Das Archiv enthält auch einen grösseren Teilnachlass von Renate Böschenstein, seinerseits mit einer umfassenden Korrespondenz und Dokumenten zur Familie und zu ihrem Jugendfreund Walther Kranz.
Erschliessungsgrad:nicht erschlossen

Zugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbedingungen:Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen
 

Descriptors

Entries:  BestandsbildnerIn (Personen\B\Böschenstein, Bernhard (1931-2019))
 

Containers

Number:3
 

Usage

Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

URL for this unit of description

URL:https://www.helveticarchives.ch/detail.aspx?ID=1202762
 

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