SLA-Hasler Hasler, Eveline: Archiv Eveline Hasler, 1980-2008 (Bestand)

Archive plan context


Identifikation

Signatur:SLA-Hasler
Titel:Hasler, Eveline: Archiv Eveline Hasler
Entstehungszeitraum:1980 - 2008
Bemerkung zum Entstehungszeitraum:Eckdaten der Dokumente
Sprache:Deutsch
Umfang (Beschreibung):41 Archivschachteln, 2 Schachteln Sonderformate, Handbibliothek (ca. 1 Laufmeter)
Ansichtsbild:
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Beschriftung - Legende:Portrait Eveline Hasler (Foto: Peter Friedli)

Kontext

Bestandsgeschichte:Schenkung von Eveline Hasler, 2004
Biografische Angaben:Eveline Hasler wurde am 22. März 1933 in Glarus geboren. Nach dem Studium der Psychologie und Geschichte in Fribourg und Paris arbeitete sie zuerst als Lehrerin und wohnte mit ihrem Mann und ihren drei Kindern längere Zeit in St. Gallen. Heute lebt die Autorin in Ronco (TI). Die literarische Laufbahn von Eveline Hasler (EH) nahm ihren Anfang mit Kinder- und Jugendbüchern; zahlreiche Preise, Verfilmungen und Übersetzungen zeugen von ihrem grossen Erfolg in diesem Genre. Mit der Erzählung Novemberinsel (1979), der Standortbestimmung einer Frau anlässlich eines Inselaufenthaltes, wandte sie sich ebenso erfolgreich der Literatur für Erwachsene zu. In ihren bisher acht historischen Romanen, alles Bestseller, ist die Aufarbeitung schweizerischer wie europäischer Geschichte durchgängiges Thema. Anna Göldin – Letzte Hexe (1982) berichtet über den letzten Hexenprozess in Europa, der 1782 vor dem Hintergrund der Aufklärung in Glarus stattgefunden hat. Ibicaba oder das Paradies in den Köpfen (1985) greift das verdrängte Kapitel Schweizer Auswanderer aus dem 18. und 19. Jahrhundert auf, und in Der Riese im Baum (1988) zeichnet Eveline Hasler ein Porträt des 2.34 Meter grossen Riesen aus dem Tierfehd im Glarnerland. Das tragische Schicksal von Emily Kempin-Spyri, der ersten Juristin in der Schweiz und Nichte von Johanna Spyri, führt sie uns in Die Wachslfügelfrau (1995) vor. Der Zeitreisende (1994) holt den verkannten Henry Dunant aus der Vergessenheit hervor so wie Die Vogelmacherin (1999) die Hexenprozesse gegen Kinder. Ihr jüngstes Buch Tells Tochter. Julie Bondeli und die Zeit der Freiheit (2004) beschäftigt sich mit der hochbegabten Berner Patriziertochter und ihrem Austausch mit führenden Gelehrten des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Zu den literarischen Auszeichnungen Eveline Haslers zählen u.a. 1978 der Schweizer Jugendbuchpreis für ihr Gesamtwerk sowie der Meersburger Droste-Preis für Dichterinnen und der Kulturpreis der Stadt St. Gallen (beide 1994). Vorarbeiten und Recherchen in Archiven und eingehendes Quellenstudium stehen oft am Anfang von Eveline Haslers Schreibarbeit. Ihre Lebendigkeit und den Gegenwartsbezug beziehen ihre Romane aber aus der psychologischen Ausdeutung der Charaktere und der immer wieder implizit geäusserten Einsicht, dass sich Geschichte in der eigenen Gegenwart spiegelt. Auf die Frage nach ihrem Zugang zur Geschichte antwortet die Autorin, „dass [sie] eigentlich durch eine Hintertür zur Geschichte gekommen [ist], durch das psychologische Interesse“ und „Geschichte ist überhaupt eine ganz skurrile Dimension, der Gedanke, dass heute morgen gestern ist; und dass wir nicht abgenabelt sind von der Geschichte, von dem, was geschehen ist; dass dieser fast illusionäre Punkt, den wir heute nennen, zusammengesetzt ist aus dem, was gewesen ist.“ (Welt im Wort, Nr. 24, 1986). Ein Blick auf die Art der Stoffe zeigt, dass die Autorin ihre Stimme stets Aussenseitern der Geschichte geliehen hat, Figuren, die ihrer Zeit mit ihren Visionen und ihrer Lebensführung weit voraus waren und aus diesem Grund von der Gesellschaft geächtet.
Art des Erwerbs:Schenkung

Inhalt und innere Ordnung

Art des Bestands:Nachlass
Bestandsbeschreibung:Im Archiv Eveline Hasler sind nur wenige Manuskripte, Typoskripte, Entwürfe und Briefe erhalten. Das Hauptgewicht bilden die Materialiensammlungen und Dokumente ihrer Vorstudien, die von der Autorin vor und während der Niederschrift ihrer historischen Romane bei Recherchen und Archivbesuchen angelegt wurden. Umfangreich sind die Pressedokumentationen (Sekundärliteratur / Rezensionen) und die zwei Sammlungen Kinder- und Jugendbücher von Eveline Hasler (in Übersetzung)und Rezensionen Kinder- und Jugendbuch. Beide sind sie auch Zeugnis der Kinder- und Jugendbuchautorin Eveline Hasler. Die von Corinna Jäger-Trees bei der Übernahme der Dokumente eingerichtete Ordnung ist für das Inventar weitgehend beibehalten worden. Das Archiv spiegelt den Stand vom September 2004.
Bevorzugte Zitierweise:Schweizerisches Literaturarchiv (SLA) Archiv Eveline Hasler
Erschliessungsgrad:detailliert
Bemerkung zur Erschliessung:Schenkung von Eveline Hasler: Geordnet von Lukas Dettwiler und Corinna Jäger-Trees 1. Nachlieferung: geordnet von Denise Hochstrasser, Genf
VerfasserIn des Findmittels:Corinna Jäger-Trees, Lukas Dettwiler, Denise Hochstrasser, September 2004
Findmittel:HelveticArchives / online
URL des Findmittels:http://nbn-resolving.org/urn:nbn:ch:bel-94105

Zugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbedingungen:Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen.
Das Archiv wird kontinuierlich ergänzt, und die Korrespondenz ist nur mit Einwilligung der Autorin zugänglich.
 

Descriptors

Entries:  BestandsbildnerIn (Personen\H\Hasler, Eveline (1933-))
 

Containers

Number:4
 

Related units of description

Related units of description:siehe auch:
SLA-Boehler-A-1-GKH-Hasler (Sammlungseinheit)
 

Usage

Permission required:-
Physical Usability:-
Accessibility:-
 

URL for this unit of description

URL:https://www.helveticarchives.ch/detail.aspx?ID=165066
 

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