SLA-KSB Stauffer-Bern, Karl: Nachlass Karl Stauffer-Bern, 1866-2008 (Bestand)

Archive plan context


Identification

Call number :SLA-KSB
Title / Name :Stauffer-Bern, Karl: Nachlass Karl Stauffer-Bern
Creation date(s) :1866 - 2008
Note on the time period :Eckdaten der Dokumente
Language :Deutsch
Size (free text description) :6 Archivschachteln
Size (in metres) :1.20
Digital copy :
Caption :Karl Stauffer-Bern. Nach einer Photographie. Stich u. Druck v. A. Weger, Leipzig
Graphische Sammlung, Schweizerische Nationalbibliothek, Bern, Repr. Nr. 6882

Context

History of the collection :1. Geschenk 1935 von Frau Amelie Krähenbühl-Stauffer.
2. Diverse Ankäufe.
Biographical information :Karl Stauffer [genannt Stauffer-Bern] wird am 2.9.1857 in Trubschachen (Kt. Bern) geboren und besucht die Schulen von Bern. Von 1876 bis 1880 studiert er an der Akademie der Bildenden Künste in München. Von 1880 bis 1887/1888 lebt er in Berlin und arbeitet vorwiegend als Portraitist im Atelier von A. von Werner. Er macht sich einen Namen als Meisterradierer. Bis 1886 unterrichtet er auch an der"Malschule für Damen". Seit 1888 lebt Stauffer-Bern (wie er sich selbst nennt) in Rom und befasst sich mit der Bildhauerei. Die Liebesaffäre mit Lydia Welti-Escher, Tochter des Eisenbahnherr Alfred Escher, Ehefrau von Bundesratssohn Friedrich Emil Welti (mit dem er in Bern die Schule besucht hat) erschüttert nicht nur die schweizerische Gesellschaft. Stauffer-Bern kommt ins Gefängnis, begeht später einen Selbstmordversuch in Bern (Botanischer Garten). Lydia Welti-Escher gründet nach der Entlassung aus dem Irrenhaus (März 1890) die Gottfried Keller-Stiftung (September 1890), bevor sie im Dezember durch Freitod aus dem Leben scheidet. Aus der Zeit der Inhaftierung stammen die Gedichte. Wenige Monate vor seinem Tod ersucht Stauffer-Bern um Aufnahme als Klosterbruder in die süddeutsche Benediktinerabtei Beuron (mit angeschlossener religiöser Kunstschule). Er stirbt am 24.1.1891 in Florenz (Italien).
Acquisition information :Schenkung und Kauf
Erwerbsdatum:1935
Context information URL :http://www.kunstmuseumbern.ch/index.cfm?nav=567,1248,1325&DID=9&SID=1

Collection structure

Genre of archival collection :Teilnachlass
Description of the archival collection :Der Nachlass umfasst zahlreiche Manuskripte, eine relativ umfangreiche Briefsammlung bestehend aus der Korrespondenz mit der Familie (v.a. Briefe von Karl Stauffer-Bern an seine Familie, nur vereinzelte Briefe von der Familie an Karl Stauffer) und mit Künstler-Freunden (u.a. Max Mosse und Julius Luz) sowie aus dem Briefwechsel mit Lydia Welti-Escher und Friedrich Emil Welti. Aus der Zeit in den italienischen Gefängnissen und in der psychiatrischen Anstalt in Rom stammen diverse Manuskripte von Gedichten und einem epischen Fragment ("Die Laupenschlacht"). Ebenso enthält der Nachlass eine Sammlung mit Rezensionen zu Werken und Ausstellungen Karl Stauffers, Kommentare und Berichte zur Affaire mit Lydia Welti-Escher, sowie posthume Würdigungen des Künstlers und Menschen Karl Stauffer-Bern und Rezensionen zu Biografien und div. Publikationen.
Die Dokumente aus dem künstlerischen Nachlass bestehen zur Hauptsache aus Originalgrafiken, Fotografien, Handzeichnungen, Druckreproduktionen. Diese sind in einem 4-seitigen Inventar verzeichnet und in der Grafischen Sammlung der Nationalbibliothek einsehbar: pdf Inventar.
Preferred method of citation :Schweizerisches Literaturarchiv (SLA). Nachlass Karl Stauffer-Bern
Note on the cataloguing :Basierend auf dem maschinenschriftlichen 5-seitigen Inventar zum Nachlass Karl Stauffer-Bern verfeinerte Cyril Werndli im Sommer 2010 die Erschliessungs(tiefe) des Nachlasses. Die alte Ordnung wurde dabei teilweise aufgehoben zugunsten der SLA-Erschliessungsgrundsätze von 2005. Somit sind Dokumente, die bislang in einer Untergruppe der Ms-Signatur zusammengefasst waren, seit September 2010 gemäss der Ordnungsstruktur A, B, C, D z.T. in verschiedenen Schachteln abgelegt. Beispiel: Die Untergruppen der Signatur Ms-Lq-38 wurden nach den Kriterien der oben genannten Gruppen neu sortiert, so befindet sich Ms-Lq-38-1 (Briefe von Karl Stauffer-Bern an seine Familie) in Schachtel 2, Ms-Lq-38-2 (Briefe von Friedrich Emil Welti an Karl Stauffer-Bern) in Schachtel 3 und Ms-Lq-38-4 (Schreiben aus der Affaire Lydia) als thematisches Konvolut in Schachtel 4. Die ursprüngliche Signatur wurde in jedem Fall übernommen. Hingegen wurde, um auch Einzeldokumente eindeutig zu verzeichnen, die bisherige Signatur um eine Untergruppenbezeichnung mit arabischen Ziffern erweitert (xyz/01, xyz/02 usw.). Nach der Inventarisierung sind alle Konvolutmappen und Schachteln mit Dokumenten von Stauffer-Bern aus den Ms-Beständen entfernt und in Schachteln"Karl Stauffer-Bern" zusammengeführt worden. Diese enthalten nur noch Dokumente von Karl Stauffer-Bern. Sie wurden im Sofogk verzeichnet. Hinweis: Die Beschriftung der Konvolutmappen ist nicht einheitlich. So findet sich u.a."NL Stauffer-Bern","Stauffer, Karl","NL Karl Stauffer". Diese Unregelmässigkeit wurde belassen.
Im Rahmen der Arbeiten für die Publikation über Lydia Welti-Escher im September 2008 wurden drei Briefe von Karl Stauffer-Bern an Max Mosse vermisst, datiert vom 1.10.1882, 15.10.1886 und 5.3.1890. Die beiden ersteren Schreiben sind im Zuge der Erschliessungsarbeit im Sommer 2010 aufgetaucht, wobei der Brief vom 15.10. wohl aus dem Jahr 1885 stammt (von Karl Stauffer-Bern nicht datiert). Der Brief vom 5.3.1890 ist nicht auffindbar, möglicherweise gehört er aber nicht zum Teilnachlass von Karl Stauffer-Bern im SLA. Die Annahme, dass sich dieser Brief im SLA befinden könnte, stützt sich auf die Publikation von Bernhard von Arx (1969), der diesen Brief zitiert, aber nur summarisch ausweist.
Cataloguing level :detailliert
Finding aid author:Cyrill Werndli, 2010
Finding aids :HelveticArchives / online
Finding aid URL :http://nbn-resolving.org/urn:nbn:ch:bel-37802
http://ead.nb.admin.ch/images/staufferbern_kuenstlerischernachlass.pdf

Conditions governing use and acces

Acces restrictions :Konsultation nur im Lesesaal SLA. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen
 

Descriptors

Entries:  DonatorIn (Personen\K\Krähenbühl-Stauffer, Amelie)
  BestandsbildnerIn (Personen\S\Stauffer-Bern, Karl (1857 - 1891))
  Abgebildete Person (Personen\S\Stauffer-Bern, Karl (1857 - 1891))
 

Containers

Number:1
 

Usage

Permission required:-
Physical Usability:-
Accessibility:-
 

URL for this unit of description

URL: https://www.helveticarchives.ch/detail.aspx?ID=349136
 

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