Identification |
| Call number: | SLA-KMERZ-E-01 |
| Archive call number: | E-01 |
| Title: | Nachlass Martin Merz |
| Creation date(s): | 1960 - 2003 |
| Language: | Deutsch |
| Size (free text description): | 4 Archivschachteln |
| Size (in metres): | 0.80 |
| Digital copy: |
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| Caption: | Martin und Klaus Merz, Aigues-Mortes (Foto: Selma Merz) |
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Context |
| Biographical information: | Martin Merz wurde am 20. Mai 1950 geboren. Wenige Tage nach der Geburt folgte die Diagnose "Hydrocephalus" (im Volksmund "Wasserkopf"). Operationen und Spitalaufenthalte folgen. Mit seinem älteren Bruder Klaus wächst er im Elternhaus in Menziken auf. Im Privatunterricht lernt er rasch lesen und schreiben. 1960 tritt er in die Heilpädagogische Sonderschule Reinach (AG) ein. Seit 1965 schreibt er, meist Gedichte. Krankheiten und Leidenszeiten begleiten ihn. 1979 erhält er für seine Gedichte die Anerkennungsgabe der Kulturstiftung Pro Argovia. Nach dem Tod seiner Mutter, 1980, wird er von seinem Vater betreut. Im Frühjahr 1982 tritt ins Krankenheim "Lindenfeld" in Suhr ein und stirbt am 10. März 1983 nach kurzer Krankheit. Klaus Merz über seinen Bruder: "Was man sich vorzustellen hat: Einer sitzt an seinem Tisch und schreibt. Er kann nicht gehen, da sein Kopf zu gross, zu schwer ist. Seine Füsse sind klein geblieben. (...) Er träumt, er hofft, er ängstigt und erinnert sich. Er möchte leben. Seine Tage sind lang, die Nächte auch: Davon reden seine Gedichte, die er direkt in die Maschine schreibt, stossweise Protokolle und Verschlüsselungen über ein Leben, das in die Enge verwiesen ist. Eine Enge, die mit Hilfe der Sprache gesprengt wird. In den Gedichten von Martin Merz haben wir es mit Erfahrungen, gelebten und geträumten, mit zur Sprache gekommenen Hoch- und Abrechnungen eines Ausharrers zu tun, mit erratischen Sätzen aus unserer Nachbarschaft." (aus: Der Tag ist noch nicht in den Abend geflüchtet, 1979) |
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Collection structure |
| Genre of archival collection: | Nachlass |
| Description of the archival collection: | Der Nachlass besteht zur Hauptsache aus Typoskripten. Ausserdem finden sich Briefe (vor allem zur Erstpublikation), Lebensdokumente (Schulhefte, Poesiebücher), Fotografien, Rezensionen und Belegexemplare der Bücher von Martin Merz. |
| Preferred method of citation: | Schweizerisches Literaturarchiv (SLA): Kryptonachlass Martin Merz im Archiv von Klaus Merz |
| Cataloguing level: | detailliert |
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Akteure |
| Personen_BestandsbildnerIn: | Merz, Martin / 1950-1983 |
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Descriptors |
| Entries: | BestandsbildnerIn (Personen\M\Merz, Martin (1950-1983)) |
| FotografIn (Personen\M\Merz, Selma) |
| Abgebildet (Personen\M\Merz, Martin (1950-1983)) |
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Usage |
| Permission required: | Reproduktionsbewilligung |
| Physical Usability: | Uneingeschränkt |
| Accessibility: | Archivmitarbeiter/-innen |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://www.helveticarchives.ch/detail.aspx?ID=592667 |
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