GS-SPOERRI Spoerri, Daniel: Archiv Daniel Spoerri, 1933-2016 (Bestand)

Archive plan context


Identification

Call number:GS-SPOERRI
Title:Spoerri, Daniel: Archiv Daniel Spoerri
Creation date(s):1933 - 2016
Note on the time period:Eckdaten der Dokumente
Size (free text description):862 Archivschachteln (Archivalien und ca. 17'000 Fotografien), 206 Objekte, 5 Mappenwerke, 65 Mappen (mit 515 Plakaten und 706 Einzelblättern), 2 Einzelblätter, ca. 2'900 Publikationen, 150 Originalverpackungen
Size (in metres):295.00
Digital copy:
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Caption:Daniel Spoerri (Hg.), material 1 : Kleine Anthologie konkreter Dichtung mit Beiträgen von Josef Albers, Louis Aragon, Claus Bremer, Carlo Belloli, Eugen Gomringer, Helmut Heissenbüttel, Antony Kok, Marc Sabathier Leveque, Diter Roth, Daniel Spoerri, Nicolaes Werkman, Selbstverlag, Darmstadt 1958 (Zeitschrift für Konkrete Dichtung und Bildende Kunst, Nr. 1) (Sign. GS-SPOERRI-A-04-a-2-1)
Daniel Spoerri, Buchobjekt mit Heften der 1966-67 herausgegebenen Zeitschrift Le petit colosse de Symi, Vorzugsausgabe, um 1987 (Sign. AFr 136)
Daniel Spoerri, L'Ultima Cena : Banchetto Funebre del Nouveau Réalisme di Daniel Spoerri, Menükarte, 1970 (Sign. GS-SPOERRI-A-01-c-10-1)
Daniel Spoerri, Restaurant du coin du Restaurant Spoerri, Cuisine Astro-Gastronomique 12 Etoiles, Menükarte, 1975 (Sign. GS-SPOERRI-A-01-c-13-4)
Daniel Spoerri, Maulzaun, Originalgrafik, 2001 (Sign. GS-SPOERRI-A-01-b-37)
Daniel Spoerri, Piège de la table-piège, Falt-Fallenbild, um 1973 (Sign. GS-SPOERRI-A-01-a-1-9)
The 17th International Art Exhibition, Japan, Tokyo Biennale '88, Ausstellungsplakat, 1988 (Sign. SNL_GS-SPOERRI-D-04-a_0161)

Context

History of the collection:Daniel Spoerri beginnt bereits früh in seiner künstlerischen Laufbahn damit, sein eigenes Leben und Schaffen zu dokumentieren. An den wechselnden Wohn- und Wirkungsorten des Künstlers entsteht laufend eine stetig erweiterte und ergänzte Selbstdokumentation, welche zunächst als Quellengrundlage für Retrospektiven und Ansätze von Werkverzeichnissen dient. Im Laufe der Jahre formiert sich aus diesem Bestand ein Archiv, das durch den beachtlichen Umfang, den Charakter und die Bedeutung der einzelnen Archivalien zunehmend zu einem eigentlichen Lebensporträt von Daniel Spoerri und seinem Umkreis wird. Im Jahr 1996 übergibt Daniel Spoerri sein Archiv der Graphischen Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek (NB) als Schenkung. In bislang fünf Ablieferungen gelangen die Archivalien zwischen 1996 und 2007 von Paris, Seggiano und Lostallo nach Bern.
Biographical information:Geboren 27.3.1930 (Daniel Isaac Feinstein) Galatz (Rumänien), protestantisch, von Uster, Ehrenbürger von Seggiano (Toskana). Sohn des Isaac Feinstein, israelitisch, dann protestantisch, und der Lydia geborene Spörri. Verheiratet 1) 1958 Vera Merz, Tochter des Franz, Bühnenbildners, 2) Marie-Louise Plessen, Historikerin, 3) 1991 Katharina Duwen, Künstlerin. 1941 Ermordung des Vaters in einem Vernichtungslager, 1942 Flucht mit der Familie nach Zürich, von seinem Onkel Theophil adoptiert. 1949-52 Tanzausbildung in Zürich und Paris, lernt Eva Aeppli und Jean Tinguely kennen, 1954-57 erster Tänzer am Berner Stadttheater, Theaterinszenierungen in Bern, lernt die zu der Zeit in Bern ansässigen Künstler Dieter Roth, Bernhard Luginbühl, André Thomkins und Meret Oppenheim kennen, mit denen ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden wird, die auch in künstlerischer Hinsicht sehr produktiv sein soll. 1957-59 Regieassistent am Landestheater Darmstadt, ab 1959 als bildender Künstler in Paris, Schriftstellerische und Editorische Tätigkeit. Er gründet unter anderem die Edition MAT (Multiplication d'art transformable), in der er die ersten Multiples herausgibt. 1977-89 Lehrtätigkeit unter anderem in Köln, München, Salzburg und Wien. 1960 gehört Spoerri mit Jean Tinguely zu den Gründungsmitgliedern der Künstlergruppe Nouveaux Réalistes und wird mit den sogenannten Fallenbildern (Tableau-piège), mit denen er internationalen Ruhm erlangt, zum Begründer der Eat Art (essbare Kunst), Veranstaltung zahlreicher Bankette. Er betreibt 1968-72 in Düsseldorf das Restaurant Spoerri (ab 1970 mit Eat Art Gallery, zusammen mit Hete Hünermann und Carlo Schröter), gründet 1997 die Stiftung Il Giardino di Daniel Spoerri mit einem Skulpturenpark in Seggiano und eröffnet 2009 unter dem Namen Eat Art & Ab Art in Hadersdorf ein Restaurant und Ausstellungsräume. [Quelle: Spoerri, Daniel, in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 02.10.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/044907/2014-10-02/, konsultiert am 28.12.2020]
Acquisition information:Schenkung
Date of Acquisition:1996
1997
2003
2007
URL Kontextinformationen:http://www.spoerri.at/
http://www.danielspoerri.org/web_daniel/deutsch_ds/home.htm
https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/044907/2014-10-02/
http://www.sikart.ch/KuenstlerInnen.aspx?id=4001639&lng=de
http://www.staatsgalerie.de/archive/sohm.php
https://www.mumok.at/de/wolfgang-hahn-archiv

Collection structure

Genre of archival collection:Archiv
Abstract:Beim Archiv Daniel Spoerri handelt es sich um ein umfangreiches Referenzarchiv zur Erforschung des Werks des international bekannten Künstlers sowie der nationalen und internationalen Kunstszene von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart. Das Archiv dokumentiert das Schaffen Daniel Spoerris von den Anfängen in den 1950er Jahren bis ins Jahr 2007 und bezeugt dessen Bezüge zu Nouveau Réalisme, Fluxus und Eat Art. Der Bestand umfasst künstlerische Arbeiten sowie Archivalien zu sämtlichen Tätigkeitsbereichen des Künstlers. Vertreten sind insbesondere druckgrafische Werke, Editionen und Künstlerbücher sowie Unterlagen zu literarischen Werken, zu Objekt- und Aktionskunst (Eat Art), zu Bühnenwerken und zur Ausstellungs- und Lehrtätigkeit von Daniel Spoerri. Der Bestand beinhaltet zudem umfangreiche Korrespondenz mit bedeutenden Kunstschaffenden und Kulturinstitutionen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, persönliche Lebensdokumente sowie verschiedene Sammlungen, darunter eine Bibliothek, eine Kunstsammlung mit eigenständigen Arbeiten von befreundeten KünstlerInnen, eine umfangreiche fotografische Werkdokumentation, eine Plakatsammlung, eine Veranstaltungsdokumentation sowie Film- und Tondokumente. Nicht im Archiv enthalten sind Fallenbilder (Tableaux pièges), Skulpturen oder sonstige grossformatige, dreidimensionale Werke.
Preferred method of citation:Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung: Archiv Daniel Spoerri
Appraisal and review:Kassiert wurden eine Auswahl an leeren Behältnissen (Umzugskartons, Ordner, Schachteln). Bei Dubletten wurden jeweils drei identische Archivexemplare behalten.
Cataloguing level:teilweise

Conditions governing use and acces

Acces restrictions:Konsultation vor Ort nach Voranmeldung. Einschränkungen vor allem aus urheber- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen.
Language use:Deutsch

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NB, Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung, Archiv Siegfried Kuhn, GS-KUHN-SIEGFRIED.
NB, Schweizerische Nationalbibliothek, Schweizerisches Literaturarchiv, Arche Verlagsarchiv, Zürich.
NB, Schweizerische Nationabibliothek, Allgemeine Sammlung.
Staatsgalerie Stuttgart, Archiv Sohm (Korrespondenz von Daniel Spoerri, sowie Dokumente zur Konkreten Poesie und zu Fluxus).
MUMOK, Museum für moderne Kunst, Wien, Wolfgang Hahn-Archiv.
Museum Tinguely, Basel, Archiv.
SIK-ISEA, Schweizerisches Kunstarchiv, Zürich, Fotografien von Walter Dräyer, Sign. HNA 207.4.
SIK-ISEA, Schweizerisches Kunstarchiv, Zürich, Archiv Spirale, Sign. HNA 210 (Kopien von Korrespondenz des Spirale-Archivs).
SIK-ISEA, Schweizerisches Kunstarchiv, Zürich, Nachlass André Thomkins, Sign. HNA 200.
Publications:Graphische Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek (Hg.), Profession - Obsession. Archiv/Archives Daniel Spoerri, Bern, 1997, Ausst.-Kat. Baden: L. Müller, 1997.
Katerina Vatsella, Edition MAT: Daniel Spoerri, Karl Gerstner und das Multiple. Die Entstehung einer Kunstform, Bremen 1998.
Heidi E. Violand-Hobi, Daniel Spoerri. Biographie und Werk, Prestel: München, 1998.
Elisabeth Hartung, Daniel Spoerri (Hg.), Daniel Spoerri presents Eat-art. Buch zur Ausstellung im Aktionsforum Praterinsel, München, 19. Oktober - 9. Dezember 2001, Ausst.-Kat. München: Aktionsforum Praterinsel, 2001.
Leda Cempellin, The ideas, identity and art of Daniel Spoerri. Contingencies and encounters of an artistic animator, Wilmington 2017.
Gergely Ligetfalvi, Daniel Spoerri: Leben und Werk, Köln: Wienand, 2018.
 

Descriptors

Entries:  BestandsbildnerIn (Personen\S\Spoerri, Daniel (1930-))
 

Usage

Permission required:Reproduktions- und Aufführungsbewilligung
Physical Usability:Eingeschränkt
Accessibility:Archivmitarbeiter/-innen
 

URL for this unit of description

URL: https://www.helveticarchives.ch/detail.aspx?ID=222279
 

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