GS-TRITTEN Tritten, Gottfried: Archiv Gottfried Tritten, 1941-2003 (Bestand)

Archive plan context


Identification

Call number:GS-TRITTEN
Title:Tritten, Gottfried: Archiv Gottfried Tritten
Creation date(s):1941 - 2003
Size (free text description):ca. 4'400 Blätter
Digital copy:
1/1
Caption:Blatt aus Projekt Landschaft, Liebesbrief, 1987

Context

History of the collection:Tritten übergab der Schweizerischen Nationalbibliothek sein zeichnerisches und druckgrafisches Werk auf Vermittlung des damaligen Leiters des Schweizerischen Literaturarchivs, Thomas Feitknecht. Der letzte verzeichnete Zugang fand im Jahr 2003 statt. Am 13.06.2018 wurde das Archiv deakzessioniert und ans Staatsarchiv Kanton Wallis überegeben. 2022 kamen zwei weitere Grafikmappen zum Vorschein, die im Mai 2022 ans Stasatsarchiv Wallsi nachgeliefert wurden.
Biographical information:Geboren 13.12.1923 in Lenk im Simmental, gestorben 15.01.2015. Besucht 1939-1943 das Gymnasium Burgdorf und absolviert von 1943-1948 eine Zeichenlehrerausbildung an der Kunstgewerbeschule Basel bei Georg Schmidt und Walter Bodmer. Von 1948-1951 studiert er Kunstgeschichte, Philosophie und Psychologie an den Universitäten Basel und Bern. Bereits 1950 tritt er eine Stelle am Lehrerseminar Thun an, die er bis 1970 innehat. Für seine künstlerische Entwicklung massgebend sind verschiedene Auslandreisen, besonders drei Marokkoaufenthalte in den Jahren 1951-1957 und eine Griechenlandreise 1959, die ihn die Landschaft als Sujet entdecken lassen. 1955 lässt er sich in Oberhofen am Thunersee nieder. 1958 veröffentlicht Tritten seine erste kunstpädagogische Publikation, ab 1967 nimmt er an ersten Ausstellungen im Ausland teil, u.a. in Paris, Brest und Lyon, gefolgt von Lissabon und verschiedenen Städten in den USA 1970. 1968 hält er sich zu kunstpädagogischen Studienzwecken in den USA und in Kanada auf, wo er wichtigen Künstlern des Action-Painting und der Pop Art begegnet (Richard Diebenkorn, Andy Warhol). Von 1968-1984 übernimmt er einen Lehrauftrag am Centre de Formation du Corps enseignant secondaire an der Universität Bern. 1974 erfolgt die erste Retrospektive seines Werkes im Kunstmuseum Thun. 1977 übersiedelt Tritten nach Grimisuat (VS). 1992-1993 widmet ihm das Kunstmuseum Helsinki eine grosse Retrospektive. Tritten engagiert sich zeitlebens für die Förderung der zeitgenössischen Kunst (1957 Gründung des Club 57, 1985 Biz-Art) und erhält selber verschiedene Stipendien und Kulturpreise: 1953 Eidgenössisches Stipendium für angewandte Kunst, 1986 Thuner Kulturpreis. 1986 wird Gottfried Tritten für seine Verdienste als Künstler, Zeichenlehrer und als Autor von Schriften über bildnerische Erziehung auf Vorschlag von Vertreterinnen und Vertretern der Kunstgeschichtlichen Fakultät der Universität Bern die Ehrendoktorwürde eines Dr. phil. h.c. verliehen.
Tritten gilt als einer der auch international renommiertesten Schweizer Wegbereiter der Kunstvermittlung und -erziehung. In seiner Malerei, die vor allem seine zweite Lebenshälfte bestimmt, folgt nach der anfänglichen Konzentration auf Landschaft und Figur von 1954-1957 eine kurzzeitige Hinwendung zur geometrischen Abstraktion, später dann (1958-1967), zum Abstrakten Expressionismus und zur gestischen Abstraktion (Ägina, 1965). Seit den 1970er Jahren gelangt Tritten zu einer Synthese der bildnerischen Mittel Malerei, Collage, Decollage, Zeichnung und besonders Schrift (Der blaue Berg. Hommage an Hölderlin, 1978-1982, Sitten, Musée cantonal des beaux-arts). Der Zyklus "Liebesbriefe von Bergen oder an Berge", 1988, besteht aus Visionen innerer Landschaften, in denen die Zeichensprache mit kalligrafischen Elementen erweitert wird. Zunehmend wendet sich Tritten auch anderen Techniken zu: Spiegel-Reliefs (Ondines, 1982, Ostermundigen, Bernische Kraftwerke), Installationen (Lux, 1989, Kraftwerke Sitten), Glasmalerei (T, 1990, Siders, Kapelle der Klinik Sainte Claire). In den 1990er Jahren Hinwendung zur taoistischen Philosophie.

Collection structure

Genre of archival collection:Archiv
Description of the archival collection:Das Künstlerarchiv umfasst Graukartonschachteln mit Ideenskizzen, Vorstudien, Werkfotografien etc. in diversen Techniken von 1941-2000. Tritten selbst hat die Blätter chronologisch und nach Themen abgelegt: "Frühe Texte und Bilder, 1941-1978", "Bilder 1975-1980", "Mensch und Landschaft, 1986-1989", "Ischtar, 1988-1995", "Texte, Japan, Bilbao, Biennale, Preise, 1985-2000" etc.

Conditions governing use and acces

Acces restrictions:Das Archiv wurde am 13.06.2018 deakzessioniert und ans Staatsarchiv Wallis übergeben. Konsultation in der NB nicht mehr möglich

Related documents

Publications:Gottfried Tritten, Ausst. Kat. Fondation Pierre Gianadda, Martigny Suisse, 8 octobre au 1er novembre 2009, Fondation Pierre Gianadda, 2009.
Gottfried Tritten, Werkkatalog, Visp 1993.
Gottfried Tritten, Malen. Handbuch der bildnerischen Erziehung. Bern, Stuttgart: Paul Haupt, 1985.
 

Usage

Permission required:-
Physical Usability:Nicht verfügbar
Accessibility:Nicht zugänglich
 

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URL:https://www.helveticarchives.ch/detail.aspx?ID=512795
 

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